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Seniorenbeirat Wustrow
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eingestellt am 30.04.2018
G.Wessel
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Kurische Nehrung – auf dem Hexenberg
Gegen Ende unserer Reise kam der unvermeidliche Besuch der Kurischen Nehrung – nicht zum ersten Mal. In den letzten Jahren hat sich die Halbinsel weiter entwickelt. Die Straße ist gut, es gibt komfortable Fahrradwege. Alles ist blitzsauber und gepflegt. Die Strände sind nach wie vor leer, man liegt in den Dünen. Die Restaurants sind noch zahlreicher geworden. Man isst gut und preiswert. Zu gewöhnen hat man sich allerdings an den Räucherfisch, der nur warm aus dem Rauch gut schmeckt. Sobald er abgekühlt ist, ist der Geschmack hin. Keine Ahnung, wie dort geräuchert wird, es geht jedenfalls viel schneller als bei uns. Die große Wanderdüne an der Grenze zu Russland ist inzwischen gesperrt – keine Touristenhorden treten überall herum. Vom Sonnenuhrhügel hat man einen schönen Blick hinüber. Sehenswert, wie die Busse den Berg hinauf düsen und oben dann versuchen zu wenden. 30 Minuten Aufenthalt stehen den Reisenden zu. Zeit genug, auch schnell ein paar Bernsteinandenken zu erwerben, wie überall auf der Nehrung. Wir waren übrigens zu Fuß hinaufgestiegen. Neu sind die Tuktuks, die die Menschen umherkarren, kleine Dreiräder, die bis zu 4 Personen befördern können. Vom Parkplatz nach Nidda sind es 4 Kilometer, da verlockte es uns, für 5 Euro ein solches Fahrzeug zu mieten. Sehr lustig und schnell. Nach Strandtag und Kunsthandwerkertag in Nidda zog  es uns, den Hexenberg in Schwarzort zu besuchen. Der Ort gefiel uns nicht so gut, obwohl manche total davon begeistert sind. Sehenswert ist aber auf jeden Fall der Hexenberg. Man fährt auf einen kleinen Parkplatz und steigt anschließend einen Waldweg hinauf. Am Wegesrand finden wir immer wieder litauische Schnitzkunstwerke. Die baltische Schnitzkunst hat eine leicht erkennbare Art. Es ist oft Gebrauchskunst, Bänke, Vogelhäuschen oder andere nützliche Holzgegenstände. Auf dem Hexenberg – mitten im Wald findet sich eine Sammlung von Kunstwerken berühmter litauischer Holzschnitzer. Eine wunderschöne Anlage in der Natur. Man muss auch nicht hinauf und wieder hinunter, sondern kann den Rundkurs benutzen. Rollstuhlgerecht ist der Weg allerdings nicht. Zur Belohnung kann man, wenn man wieder am Parkplatz angekommen ist, noch einmal Bernstein kaufen. Man hätte gern noch ein paar Tage auf der Nehrung verbringen können, aber uns lockte das Memeldelta auf dem Fetsland. Wir besuchten Vente, wo es eine große Vogelbeobachtungsstation gibt. Ansonsten eine ruhige und stille Gegend. Das hat uns gefallen. Am Ende unserer Litauenreise reisten wir am Ufer der Memel entlang nach Osten. Das hat mich völlig fasziniert. Noch nie habe ich in Europa einen so großen Fluss gesehen, der so natürlich durch die Natur fließt, ohne dass die Ufer bebaut sind. Sandstrände ohne Badende. Kein Schiffsverkehr. Er bildet über eine Strecke die Grenze nach Russland, wir folgten dem Fluss auch in einer Schleife, die Grenzpatrouille wunderte sich gewiss, was die beiden alten Frauen im Wohnmobil eigentlich auf der hoppeligen Grenzstraße zu suchen hatten. Aber wir winkten uns freundlich gegenseitig zu und konnten ungestört weiter hoppeln. Vielleicht hätten sie es gern gewusst, scheuten aber die Fremdsprache. Gern wären wir durch Ostpreußen zurück gefahren. Leider geht ohne Visum gar nichts und an der Grenze eines ausstellen, sehen sich die Russen außerstande. So blieb uns also nichts anderes übrig, als bis kurz vor Suwalki weiter nach Osten zu fahren und dann den Weg durch Polen nach Hause zu nehmen. Allerdings besuchten wir auf dem Weg noch Kaunas, auch ein schönes Ziel.