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Seniorenbeirat Wustrow
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eingestellt am 01.05.2019
G.Wessel
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Bornholm – Schmuckstück in der Ostsee
Zwischen Polen und Schweden liegt – weitab vom Mutterland – die dänische Insel Bornholm. Von Mukran aus kann man in drei Stunden das Eiland gemütlich erreichen. Ein guter Einstand für eine Reise dorthin, denn „gemütlich“ ist die treffendste Bezeichnung für die Insel. Nirgends Hast und Eile, und Hektik schon überhaupt nicht. In Sichtweite von Schweden, zeigt sich die Insel als Kleinod – wohl das schönste Eiland der Ostsee. Aber vorerst erreicht das neue Fährschiff den Hauptort Rönne, eine beschauliche Kleinstadt. Zusammen mit all den übrigen Autos steuert man das Vermittlungsbüro für Ferienhäuser an, denn man ist üblicherweise in einem Ferienhaus untergebracht. Diese befinden sich überall auf der Insel, meistens etwas versteckt, oft mit Blick auf das Meer. Der Weg dorthin führt durch landwirtschaftlich genutztes Gelände: Felder, Wiesen, Wälder. Je nach Wohnort befinden sich Sandstrände in der Nähe, aber auch felsiges Gebiet. Die Insel ist rautenförmig, die Küstenlinie ist ungefähr 100 km lang, die Strecke von Südosten nach Nordwesten ca. 40 km. Im Südosten findet man wunderschöne Sandstrände. Der Sand ist so fein, dass man ihn früher zum Befüllen von Sanduhren benutzte. Im Zentrum der Insel findet sich ein urwüchsiges Waldgebiet, Almindingen, mit herrlichen Wanderwegen. Je weiter es nach Norden geht, desto felsiger wird es.   Die Insel bietet viele hübsche beschauliche Dörfchen mit kleinen Gässchen und farbenfrohen Blumen. Sogar Feigenbäume wachsen vereinzelt. Überall finden sich Töpfereien und Glasbläsereien, die skandinavisches Design anbieten. Man kann als Gast auch selber tätig werden. Kleine Museen können an mehreren Orten besucht werden. Ein winziges, ca. 10 Quadratmeter großes, kann in Snogebaek besucht werden. Nahe der Hellingdomklippen wurde ein neues Kunstmuseum eröffnet, von außen sieht es wie eine moderne Fabrik aus, aber innen weist es eine typisch skandinavische Architektur auf, jedes Fenster rahmt ein Bild ein. Ein kleines Bächlein rinnt durch das Gebäude. Außerhalb ist man mit wenigen Schritten an den Helligdomklippen. Von dort geht es mit einem Schiffchen oder zu Fuß nach Gudhjem. Überhaupt gibt es überall herrliche, ruhige Wander- und Radwege (bei denen allerdings der Wind grundsätzlich immer von vorne kommt). Im Binnenland hat man Gelegenheit, das Leben im Mittelalter auszuprobieren. Von Gudhjem aus kann man mit dem Schiff zu den „Erbseninseln“ fahren, die man am Horizont sehen kann. Das sind Christiansö, Graesholmen und Frederiksö, die dem dänischen Verteidigungsministerium unterstehen. 90 Menschen leben hier, auf richtigen Festungsinseln, die 1684 zum ersten Mal auf Landkarten erschienen. Touristen besuchen die Inseln gewöhnlich nur einige Stunden, können dennoch die Inseln ganz erkunden. Wer von Finnland aus die Ostsee nach Deutschland befährt, kann die Inseln bei gutem Wetter liegen sehen. Ebenso gut zu sehen ist dann auch die Feste Hammershus an der Nordspitze Bornholms. Dieses Bollwerk ist wohl mit die wichtigste Sehenswürdigkeit Bornholms neben den Rundkirchen (denen ich einen Extrabericht widme). Man wandert vom Parkplatz über ein Informationszentrum, welches wirklich unter den Füßen der Besucher platziert ist, hinauf zur Burgruine. Sie liegt oben auf einem Felsen mit einem atemberaubenden Blick über die Ostsee und nach Schweden hinüber. Die Festung wurde zu Beginn des 13. Jahrhunderts angelegt. In den 700 Jahren des Bestehens wurde sie umkämpft, abgerissen, wieder aufgebaut und diente als Gefängnis. Auch die Lübecker waren an zahlreichen Scharmützeln beteiligt. Heute sind zwar nur noch Ruinenteile zu besichtigen, aber man kann noch immer die imposante Ausdehnung der Anlage bewundern. Ein lohnender Ausflug. Danach möchte man sicher seinen Hunger stillen und etwas Gutes zu sich nehmen. Da bietet sich der „Bornholmer“ an, eine örtliche Spezialität, ein geräucherter Hering, der möglichst noch warm gegessen werden möchte. Zum Nachtisch gönnt man sich dann möglichst noch das unbeschreiblich gute Softeis mit den beliebten vielfältigen Toppings, ein Gedicht. Am Nachmittag dann kann eine kleine Kollektion Pralines aus einer der ansässigen Chocolateries genossen werden, nicht zu toppen! Einfach superlecker.